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Einlagen dienen der Korrektur von Fußfehlstellungen und der Schmerz- linderung, die oft z.B. durch Druck im Ballenbereich oder einen Fersensporn her kommen, zum moderaten Beinlängenausgleich bis maximal einem Zentimeter, sie vermindern die Gefahr des Umknicken nach außen (Bänderriß des Knöchels) und noch einiges mehr.

Eine Stellungsverbesserung beim Erwachsenenfuß ist kaum möglich: sobald die korrigierende Einlage weg ist, steht der Fuß wieder wie zuvor. Beim Kind hingegen ist eine anatomische Verbesserung durch Lenkung des Wachstums erreichbar. Einen guten Erfolg bringt dabei auch eine begleitende Fußgymnastik, die man sich bzw. dem Kind vom Physiotherapeuten (Krankengymnasten) zeigen lassen und dann konsequent durchführen sollte. Die Einlage ist dazu das Hilfsmittel, das bei jedem Schritt zur Verfügung steht, im wahrsten Sinn des Wortes.

Man braucht ein Abbild des Fußes:

Oben ein klassischer Gipsabdruck, rechts ein sogenannter Trittschaum. Für “normale” Füße liefert er ein gutes Modell, ist schnell gemacht und relativ sauber, nur ein paar Krümel bleiben noch. Der Gips hingegen erfordert einige Zeit des Stillhaltens, und die “Matscherei” gefällt auch nicht jedem, manchmal ist er aber unerläßlich. Z.B. bei Kindern, für die der Trittschaum einfach zu hart ist, sie können ihn kaum eindrücken.

Der Fußabdruck alleine reicht aber noch nicht, wichtiger noch ist die Anamnese, die Befragung des Patienten, ebenso das Betrachten des Gangbilds.

Hier ein Trittspurabdruck. Er ist zwar “nur” zweidimensional auf Papier, zeigt aber besser als die beiden obigen Verfahren die statische Belastung der Fußsohle, hier ein Hohl-Spreizfuß.

 

Sehr schön sind auch elektronische Druckmeßsohlen, die der Proband mit einem Sender oder Datenspeicher beim Laufen tragen kann, sie zeigen nämlich auch deutlich eventuelle Gelenkprobleme im Knie und der Hüfte. Es scheint mir aber sehr wichtig, daß es ein dynamisches System ist, das während des Gehens mißt, denn ein statisches kann nichts besser, als der Abdruck links. Mir bekannter Nachteil: der Preis ...

Es gibt verschiedene Einlagentypen, die sich grob in zwei Sorten einteilen lassen: die selbsttragenden aus Aluminium, Kunststoff oder Holz ...

(links ein Blechrohling aus 2mm Aluminium, unten einer aus Kunststoff. Nach dem Formen kommt da natürlich noch mindestens ein Bezug drauf)

... und die, die die Fußform durch ihr Volumen nachbilden: Korkeinlagen mit Lederdecke, Weichschaum.

Ich verwende bei meinen Weichschaumeinlagen verschiedene Farben (und Härtegrade) beim Aufbau, so kann ich bei einer mit einer Digitalkamera gemachte Aufnahme auch später noch sehen, was für eine Form die Fußbettung nach dem Probegehen erhalten hat. Und unterschiedliche Einlagen rechts und links sind gar nicht so selten.

Ich favorisiere einen Bezug der Einlage mit einem grob gewebten Hanfstoff, er vermittelt durch seine massierende Struktur ein angenehmes Gefühl, wirkt nicht schwitzig und gibt durch seine Rutschfestigkeit einen guten Halt im Schuh. Alternativ ist ein perforiertes Leder, ein Kunststoffvlies, Baumwollvelours oder auch gar keine Decke machbar, dann ist die Einlage jederzeit abwaschbar.

Allen Einlagen gemeinsam ist, daß sie nur im Zusammenspiel mit dem Schuh zu beurteilen sind. Leider machen einem manche Schuhe da einen Strich durch die Rechnung, meist in dem Sinn, daß sie nicht genug Platz für eine Einlage lassen. Besonders gilt das bei Druckschmerzen in Vorfuß, das zweite bis vierte Zehengrundgelenk betreffend. Je höher der Absatz und je weiter der Einstieg ist (Pumps), desto schwieriger wird der Erfolg erreicht.

Bei Einlagen zahlt der bei den gesetzlichen und Ersatzkassen versicherte Patient einen Eigenanteil von 20% der Kosten, sofern er nicht davon befreit ist, wie z.B. Kinder. Das macht je nach notwendigem Aufwand etwa 12...15 Euro aus.

Dem Fersensporn habe ich eine eigene Seite gewidmet.

Ebenso der Herstellung von Weichschaumeinlagen.

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